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WAY of HOPE


SOLIDARITÄT, SPIRITUALITÄT
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INTEGRATIONSGESPRÄCHE: IMPULSE

Leitungsteam des WAY of HOPE

1. Das Wort „INTEGRATION“ leitet sich vom lateinischen Wort „INTEGRARE“ ab.
Es bedeutet WIEDER AUFNEHMEN, ERNEUERN, AUFFRISCHEN, ERGÄNZEN.
Was verstehen wir heute darunter?
Wir glauben, wir sollten zur ursprünglichen Bedeutung des Wortes wieder zurückfinden.

2. AKZEPTANZ UND DIALOG
"Die Flüchtlinge" gibt es nicht. Es sind dies Menschen, die aus verschiedenen Nationen, Kulturen und Bildungsschichten kommen; die verschiedene Sprachen sprechen
und einen verschiedenen Lebensstandard hatten. Ein Arzt aus Damaskus ist mit einem Bauern aus Nord-Afghanistan nicht zu vergleichen.
Zur Integration gehören immer zwei. Fruchtbar kann sie nur sein, wenn es auf beiden Seiten eine Grundakzeptanz gibt. Möglich werden kann sie nur, wenn sie im Dialog geschieht. Wir laden sehr dazu ein, diese Integrationsgespräche mit den Geflüchteten gemeinsam zu führen. Es ist dies jetzt auch schon viel leichter möglich, da viele Geflüchtete inzwischen gut Deutsch sprechen.

3. IST ES NICHT WIEDER EINE FORM DES IMPERIALISMUS, WENN WIR UNTER INTEGRATION NUR EINE EINBAHNSTRASSE VERSTEHEN?
Übliche Meinungen wie:
Flüchtlinge sollen sich gefälligst hier anpassen, sich einfügen und unsere Lebensweise annehmen. Integration muss durch Leistung geschehen...
Und das alles mit dem Hintergedanken: Sie sind ja in ihrer Entwicklung weit zurückgeblieben. Wir sind ihnen in jeder Beziehung überlegen. Nur unsere Lebensweise hat Zukunft.

Seien wir doch ehrlich:

Sind wir ihnen mit unserem Stress, Kaufrausch, Leistungsdruck, Erfolgszwang, psychischen Krankheiten, Beziehungsunfähigkeiten, Einsamkeiten, unserem „Immer schneller, Immer mehr“, wirklich so überlegen?


4.
Hinter dem Verständnis von Integration verbirgt sich eigentlich immer auch die FRAGE NACH MEINER EIGENEN WELTANSCHAUUNG, DIE FRAGE NACH MEINEM MENSCHENBILD.
Habe ich einen spirituellen Zugang zur Wirklichkeit und sage deshalb: „Wir alle kommen von einem Gott, deshalb ist auch jeder einer von uns.“

Oder beziehe ich mich als Humanist auf den 1. Artikel der Menschenrechtserklärung:

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“

Oder stelle ich als Materialist vorrangig die Fragen: Was kostet es? Wie hoch ist mein Gewinn?


5.  WER BEHÄLT DIE SCHATTENSEITEN UNSERER ANGEBLICH SO WEIT ENTWICKELTEN GESELLSCHAFT IM AUGE? WER INTEGTRIERT SIE?

Die Menschen mit psychischen Krankheiten, Wohnungs- und Heimatlosen, AlleinerzieherInnen ohne Job, Kranken,  Menschen ohne Krankenversicherung, Alleingelassenen in den Pflegeheimen, AlkoholikerInnen, Einsamen in elenden Unterkünften, Vergessenen MindestpensionistInnen, Hungrigen bei den Ausspeisungen, Verschuldeten, Langzeitarbeitslosen, Bettelnden auf der Straße, fast unter der Brücke Erfrorenen...

Auch sie müssten wir in unsere Gesellschaft aufnehmen.


6. DIE INTEGRATION VON GEFLÜCHTETEN GEHT UNS ALLE AN.

Sie bietet auch uns die Chance zur Weiterentwicklung. Menschen mit anderen Lebensgewohnheiten machen die Schattenseiten unserer Lebensweise als Gesellschaft sichtbar und können als Anstoß genutzt werden, über den Tellerrand des Gewohnten zu schauen.

           

 

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